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Dieses Buch gibt es nicht in deutscher Sprache, daher verweisen wir dich auf die spanische Version.
Einige Werke kommen leider nicht immer in den Genuss einer getreuen Übersetzung. Wenn du also des Spanischen mächtig bist, können wir dir nur empfehlen, dir die Originalversion zu besorgen, damit du die Arbeit des Autors voll und ganz genießen kannst.
Präsentation des Werks
Originaltitel (ES): El olvido que seremos
El olvido que seremos, von Héctor Abad Faciolince, veröffentlicht 2006, ist eine zutiefst bewegende Erzählung, die Autobiografie und kollektives Gedächtnis miteinander verbindet. Die Autorin erzählt darin das Leben ihres Vaters, Héctor Abad Gómez, eines Arztes und Menschenrechtsaktivisten in Kolumbien, der 1987 wegen seines Engagements ermordet wurde. Anhand von Kindheits- und Jugenderinnerungen zeichnet Abad Faciolince das Porträt eines gerechten, großzügigen und zutiefst menschlichen Mannes und malt gleichzeitig ein Kolumbien, das von politischer und sozialer Gewalt geprägt ist. Der Roman behandelt universelle Themen wie Familienliebe, Erinnerung, Verlust und Gerechtigkeit und bewahrt dabei eine einfache und berührende erzählerische Kraft. Der klare und poetische Stil der Autorin ermöglicht es dem Leser, die Intensität der Emotionen und den Ernst der Situation voll und ganz nachzuempfinden, und regt gleichzeitig zum Nachdenken darüber an, wie wichtig es ist, sich an das Leben und die Werte verstorbener Menschen zu erinnern.
Empfang der Presse und der Öffentlichkeit
Als El olvido que seremos herauskam, wurde es von Literaturkritikern und Lesern sehr positiv aufgenommen. Die Kritiker lobten die emotionale Kraft der Erzählung, ihren zugänglichen, aber eleganten Schreibstil und ihre Fähigkeit, das Kolumbien der 1980er Jahre durch das Prisma einer intimen und familiären Erfahrung heraufzubeschwören. Das Buch wurde als ergreifende Hommage an einen engagierten Mann und eine tragische Zeit wahrgenommen, während es gleichzeitig universelle Themen wie Liebe, Verlust und Erinnerung aufgreift. Auf der Publikumsseite erreichte der Roman schnell eine große Leserschaft in Kolumbien und international und wurde zu einem unverzichtbaren Werk der zeitgenössischen lateinamerikanischen Literatur. Auch seine Verfilmung im Jahr 2020 steigerte seinen Bekanntheitsgrad und ermöglichte es neuen Generationen, diese erschütternde Geschichte zu entdecken.
Der Autor
Héctor Abad Faciolince, geboren 1958 in Medellín, ist ein kolumbianischer Schriftsteller, der für seine Erzählungen bekannt ist, die Autobiografie, Fiktion und soziale Reflexion miteinander verbinden. Der ausgebildete Arzt wandte sich schon in jungen Jahren dem Schreiben zu und erforschte in seinen Werken Themen wie Erinnerung, Ungerechtigkeit und politische Gewalt in Kolumbien. El olvido que seremos ist wohl sein bekanntestes Werk, aber er hat auch Romane und Essays wie Angosta oder El olvido que seremos geschrieben, die alle von großer Sensibilität und einem kritischen Blick auf die kolumbianische Gesellschaft geprägt sind. Abad Faciolince wird für seinen klaren Stil, seinen unaufdringlichen Humor und seine Fähigkeit, zutiefst menschliche Geschichten zu erzählen, die sowohl emotional als auch nachdenklich berühren, geschätzt. Heute gilt er als eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Literatur in Kolumbien und der spanischsprachigen Welt.


